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message by baumhaus (20.8.2012 00:51:32):
>>tootsie über »hochsensibel«

>>[zum Original-Text]
>>
>>>
>>> Hochsensible Menschen haben eine niedrige Reizschwelle, nehmen mehr wahr und müssen mehr verarbeiten. Mir geht beispielsweise die Musik im Supermarkt auf die Nerven – andere Leute registrieren die nicht einmal!
>>>
>>>
>>> Der Arbeitsalltag macht viele von uns krank, und die Merkbefreiten stellen sich hin und faseln, dass es beim Wiederaufbau nach dem Krieg auch kein Burnout gegeben hätte.
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>>> Was ursprünglich ein Vorteil im Überlebenskampf war, wird zum Nachteil. Immer und überall zu viele Reize! Das Knacken im Gebüsch, das auf ein Raubtier hindeutet, gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch Teilzeit, Schichtarbeit, RTL und penetrante Werbung.
>>>
>>> Bei allen Säugetieren gibt es hochsensible Exemplare. Etwa 15 bis 20% einer Population kriegen zu viel mit. Bis ins vorletzte Jahrhundert hinein galt Sensibilität als wertvoll. Heute steckt man uns in die Klapse...
>>>
>>> Ich bin hochsensibel. Das ist ein Problem, weil ich im alltäglichen Hauen und Stechen nicht bestehen kann.
>>>
>>> Wie dem auch sein mag: ich habe mich eine Weile mit dem Thema beschäftigt und festgestellt, dass die Beschreibungen auf mich passen wie der Arsch auf den Nachttopf. Wer mehr darüber wissen will, kann sich ja hier informieren und den Test machen:
>>>
>>> http://www.zartbesaitet.net/
>>
>>
>>"HSP Test
>>
>>Sie haben 194 Punkte
>>Punkteanzahl von 188 bis 300
>>
>>Sie sind mit an Gewissheit grenzender Sicherheit eine HSP. Hochempfindlichkeit beginnt bei 163 Punkten."
>>
>>Ah, oh.
>>
>>Also, ich finde den Fragenkatalog irgendwie merkwürdig bis unpassend (auf meine Person). Als Kind war ich durchaus überempfindlich gegen jede Form von Lärm (Rummel, Zirkus, Baustellen habe ich gehasst!). Auch jetzt erschrecke ich noch ziemlich leicht, habe aber überhaupt keine Probleme mit Trubel und Lärm um mich herum. Für Kunstwerke habe ich nur wenig Sinn (leider), und unter Druck arbeite ich nach wie vor am effizientesten. Wettbewerbssituationen machen meistens sogar richtig Spaß. Würde mich selber nicht als »hochempfindlich« bezeichnen.
>
>nicht alles muss hundertprozentig auf dich zutreffen. und du bist WOHL sehr sensibel. du kriegst nämlich sehr viel mit und deine gedankentiefe ist außergewöhnlich.
>
>außerdem wohnst du im blaster...

Hmja, Letzteres ist in der Tat bedenklich. Das Medium scheint für mich gemacht zu sein. Naja, nee. Es ist nur die Anonymität, die es so angenehm macht. Unverbindlichkeit. Darin war ich schon immer gut.

Mit solchen Fragebögen bin ich vorsichtig. Hatte vor einiger Zeit auch mal einen Online-Test auf das Asperger-Syndrom gemacht, der mir attestieren wollte, daß ich höchstwahrscheinlich an diesem Syndrom »leide«. Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Narzißt bin ich sicherlich auch, Profilneurose: na klar, problematischer Bindungstyp, äh, was gibt's noch so: Borderline-Störung, Sozialphobie, Hang zur Prokrastination ... alles an Bord. Theoretisch könnte ich im täglichen Leben gar nicht bestehen. Praktisch kann ich es aber doch. Verstehe einer mal die Psychologen und ihre Schubladen.

   

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